Treibholz

Der Weg in die Paranoia

Juli 1, 2008 · Kommentar schreiben

Hallo Freunde,

Ich hab es eine Zeit probiert mich von allen Nachrichten fernzuhalten – Es war ne schöne Zeit, aber leider nur befristet. Sich ewig der Realität zu entziehen macht es schwierig. Der Einfluß von Anfy, aber auch die zunehmenden Quellen alternativer Nachrichten im Internet förderten eine stetige Hinterfragung der Halbwahrheiten der Massenmedien. Wir mir scheint beiweitem nicht zu Unrecht. Beleuchtet man heutige Schlagzeilen mal noch von der einen oder anderen Seite kommt man zwangsläufig zu dem Ergebnis das es mehr als nur eine Wahrheit zu geben scheint. Jede Interessenvertretung scheint sogar ihre eigene zu haben. Je nachdem welches Ziel man grad so verfolgt biegt man sich die Wahrheit so zurecht, wie sie grade passen könnte. Wer die Welt verändern will, steht oft auf verlorenem Posten. Wer die Leute jedoch glauben macht, das sie sich verändert hätte, verändert sie in diesem Moment. Menschen werden wohl lieber vor vollendete Tatsachen gestellt, als dass sie sich auf Veränderungen einlassen wollen.
Und jetzt haben wir die Biometrie im Reisepass, die legitimierte Emailüberwachung durch wer weiß wen alles, die Vorratsdatenspeicherung, ein Straßenüberwachungssystem, überall Kameras, ständig Meldungen über Arbeitgeber, die heimlich ihre Angestellten bespitzeln. Die Gewaltenteilung soll jetzt auch mehr und mehr zerbrochen werden und ich steh da und versteh die Welt nicht mehr.
Warum das alles ? Leben wir nur noch für die Perversionen unserer Aufpasser? Sind wir alles kleine Kinder, die ohne Aufsicht Amok laufen?
Warum schreib ich das alles: Nun, ich versuche bei jedem Detail mich der stetigen Kontrolle zu entziehen, denke nach über ein anonymes Mobiltelefon, verwende Anonymisierungsdienste im Internet, blogge anonym im Ausland aus Angst vor Repressionen durch Staat oder sonstige Rechteinhaber, verschlüssel Daten wo es nur geht. Und wenn ich mal Menschen drauf ansprech bekomm ich nur ein dumm dämliches „Ich hab doch nichts zu verbergen“ zu hören.
Steh ich da vollkommen alleine da ? Bin ich irgendwann der einzige der verschlüsselt, sich mehr und mehr in den Untergrund gedrängt vorkommt? Bin ich jetzt subversiv? oder konspirativ? bin ich deshalb Terrorist ?
Bringt mich auf den Boden der Tatsachen, wenn ihr könnt – klärt mich auf! Da die Kommentarfunktion in diesem Blog leider seit 3 Wochen nicht mehr will, schnappt mich im Jabber unter treibholz@jabber.org , bitte verwendet OTR dazu.

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50% für den Perso mit Grabschabdrücken

Juli 1, 2008 · 1 Kommentar

Die Hälfte aller Bundesbürger will der Umfrage zufolge
ihren Fingerabdruck im Personalausweis speichern lassen. In einer
Umfrage des Magazins Focus sprachen sich nur 40 Prozent gegen diese
Möglichkeit aus. Zehn Prozent sind noch unentschlossen. (Quelle: Golem)”

Natürlich fühlt sich die Bundesregierung nach solchen Umfragen bestätigt, aber was sagt so eine Umfrage (vom Meinungsforschungsinstitut polis/USUMA) tatsächlich aus?

Zunächst ist fest zu stellen, dass sich immerhin die Hälfte der Befragten nicht für Fingerabdrücke im Personalausweis ausgesprochen haben. Weiter fehlt es, wie immer bei solchen Umfragen, an Hintergrundinformationen. So währe es durchaus von Interesse, mit welcher Fragestellung die Befragten konfrontiert wurden, da die Fragestellung maßgebliche Beeinflussung der Antwort zur Folge haben kann – selbst wenn diese sachlich formuliert ist. Zudem ist davon auszugehen, dass sich die Mehrzahl der Befragten weder über Vor- noch die Nachteile im klaren, sprich nicht oder noch nicht informiert gewesen sind.

Wer schon einmal an einer Umfrage eines Meinungsforschungsinstituts teilgenommen hat, wird sicher schon aufgefallen sein, das ein Teil der Fragen gar nicht treffend mit einer der vorgegebenen Antworten zu beantworten sind. Im Ergebnis mögen auch bei erneuter, gleicher Umfrage und gleicher Fragestellung die gleichen, vermeintlich repräsentativen, Ergebnisse zustande kommen, jedoch ist davon auszugehen, dass eben die gleiche Anzahl an Missverständnissen und Zuordnungsproblemen auftritt und das Ergebnis maßgeblich verfälscht.

Zuletzt sollte man aber die Dummheit der Masse ebenfalls nicht außer acht lassen und ebenso sind Manipulationen oder schönrechnereien sicher nichts ungewöhnliches. Die Aussage eines Meinungsforschungsinstitut ist erst dann zu trauen, wenn es ALLE der Statistik zugrunde liegenden Daten mit veröffentlicht, so das diese nachvollziehbar wird.

Traue nur einer Statistik, die Du auch selbst gefälscht hast!

[anfy]

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Bayer macht Berlin zu

Juli 1, 2008 · Kommentar schreiben

http://www.berlinews.de/artikel.php?10527

http://www.morgenpost.de/printarchiv/wirtschaft/article178333/Bayer_will_Berliner_Standort_staerken.html

Wie aus gut unterrichteten Quellen zu entnehmen war, deren Ursprung ich hier nicht preisgeben möchte, scheint ab September 2008 mit der Schließung des Standorts Berlin zu rechnen zu sein. Ob das 2006, als der Standort Berlin noch Schering hieß schon geplant war? Die Schließung der Berliner Filiale erscheint mehr als ein Konkurentenvernichten, als eine löbliche Stärkung. Es liegt in der Natur der Menschen zu ihrem Eigennutz zu lügen und Betrügen und bestimmt freut sich der Aktionär..

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Niedergang der amerikanischen Wirtschaft

Juli 1, 2008 · Kommentar schreiben

Im Internet finden sich viele Beiträge zur Wirtschaftslage der USA, jedoch gelangen nur wenige Infromationen tatsächlich in die traditionellen Medien. An dieser Stelle möchte ich gern ebenfalls einen kurzen Beitrag zu diesem Thema abliefern.

Das sich die USA in einer Rezension befindet, es aber noch keiner so richtig bemerkt zu haben scheint, äußert sich zunehmend in Merkwürdigkeiten. Seit Jahresbeginn verlieren tausende ihre Häuser und müssen in Wohnwagen, Zelte und Wellblechhütten umziehen (s. Video). Das Exportdefizite steigen exorbitant an und das Verbrauchervertrauen ist schlecht wie nie. Die Amerikanische Wirtschaft lebt vor allem vom Konsum der Bürger – eine Kombination, die sich zunehmend als fatal für die gesamtwirtschaftliche Lage herausstellt. Spätestens, wenn der Staat Geld verschenkt um den Konsum anzukurbeln, fällt mir nix mehr ein. Jeder Geringverdiener sollte einen Scheck über 600 Dollar erhalten – ein 146 Milliarden teurer versuch den Konsum wieder anzukurbeln – jedoch ohne Ergebniss.

Amerikanische Zeltstädte

In letzter Zeit hört man weniger über die fatale Wirtschaftslage der USA – ein Land das täglich 3 Milliarden Dollar für Krieg und Verteidigungshaushalt ausgibt. Gerät die USA weiter in wirtschaftliche Schräglage, so wird das am besten hochgerüstete Land der Welt sicher nicht einfach aufgeben. Die Frage bleibt, was geschehen wird – ich mag es mir nicht ausmalen, was passiert, wenn ein Land mit derart vielen Hightechwaffen in Bedrängnis gerät und quasi nichts mehr zu verlieren hat.

Die USA sind ein Land, dass immer mehr ausgibt, aber immer weniger erwirtschaftet. Eigentlich logisch, dass das niemals funktionieren kann – und das Dollars nachdrucken nicht hilft, wissen wir seit der Hyperinflation der 1920er Jahre.


[anfy]

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