Treibholz

Beiträge vom September 2008

Das Spiel geht weiter

September 29, 2008 · Kommentar schreiben

Wer kennt noch nicht das lustige und unterhaltsame Spiel? Bankenkrise heißt es und hier gibt es ein erklärendes Video: http://uk.youtube.com/watch?v=MRRWHSY7ZwI

Das schöne an dem Spiel: es verliert nie an Aktualität! Auf dem Staat-Feld befindet sich gerade die Hypo Real Estate (HRE). Die bekommt nämlich 21 Mrd. – ist zwar „nur“ eine Bürgschaften, aber wenn das Geld nun mal fehlt, da fällt die Besinnung auf den Bürgen sicher nicht allzu schwer. Zur HRE gehört im übrigen auch die Commerzbank.

Es ist erstaunlich! Hieß es nicht vor erst gar nicht so langer Zeit, dass eine Vollfinanzierung von Kindergärten nicht im Budget lägen? Vermutlich hat man da bereits die eine oder andere Bank bedacht. Erfahrungen sind mit IKB und Landesbanken ja genug vorhanden und der Steuerzahler hats ja.

Sehr bezeichnend auch das folgende Zitat aus der FTD:

Ein Haushaltspolitiker, der nicht genannt werden will, sagte, die
Regierung schätze die Lage für das deutsche Bankensystem als bedrohlich
ein. „Mit der Stützungsaktion wollen wir eine Kernschmelze des
Finanzsystems verhindern.“

Außerordentlich Vertrauenerweckend! Ich fühle mich schon fast versucht mein Konto zu leeren – aber ist ja auch quatsch, da sind bestimmt noch ein paar Millärdchen für weitere Banken drin! Der Einlagensicherungsfond ist nen scheiß gegen die immer üppig gefüllte und für Banken frei verfügbare Staatskasse.

[anfy]

Kategorien: Wirtschaft
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Gleichberechtigung für Jungs

September 26, 2008 · Kommentar schreiben

Jungs haben im Schnitt schlechtere Schulnoten, erreichen einen niedrigeren Schulabschluss und leidern häufiger unter Hyperaktivitätsstörungen als Mädchen. Als Grund wird die fehlende männliche Identifikationsperson zu Hause, in der Kita und Schule ausgemacht. (hier mehr)

Jungs sind unruhig, trotzig, aggressiv. Ist das männlich? Oder cool?
Allemal stören sie den Schulunterricht. Und damit bekommen sie
Probleme. Und die Schule bekommt Probleme mit den Jungs.

Ist das ein neuzeitliches Phänomän, oder hätte man dieser Aussage auch vor einigen Jahrzehten einen gewissen Wahrheitsgehalt zugebilligt?

Immer häufiger stößt man auf die Thematik und immer wird die Frauendominaz als Schuldig ausgemacht. Dabei sind Väter heutzutage viel mehr in die Erziehung eingebunden und Frauen in Schul- und Erziehungsberufen sind ebenfalls kein neuzeitliches Phänomän. Zwar mag es eine steigende Tendenz geben, als alleinschuldigen ist mir das aber zu einfach. Da werden verschiedene Gründe isoliert und die Gesamtheit des gesellschaftlichen Wandels kurzerhand ausgeblendet. Gefordert werden mehr Jungenförderprogramme, die als Gegenzug zu denen für Mädchen mit Sicherheit eine gute Idee sind, aber beseitigen wird das das Problem nicht.

Wo waren denn die Männer in der Vergangenheit, wenn es um die Erziehung ging? Doch vermehrt auf der Arbeit, um die Familie zu ernähren – abends vielleicht noch in der Gaststube. Erziehungsaufgaben werden von Vätern heute viel mehr wahrgenommen als noch vor fünfzig oder mehr jahren. Unterschiede von früher zu heute gibt es viele. Schnellebigkeit, technischer Fortschritt, Konsumgeilheit, steigende Perspektivlosigkeit sind einige Schlagworte denen eine menge Veränderungen zugeordnet werden können und vielleicht sind auch einige dabei, die sich eben auch, direkt oder indirekt, mehr negativ auf die Entwicklung von Jungs als auf Mädchen auswirken.

Was ich damit zum Ausdruck bringen will, ist das das herauspicken von einzelnen Gründen bei gesellschaftlichen Fehlentwicklungen nicht ausreicht um einen Sachverhalt zu erklären. Jeder Einzelfall ist anders gelagert und sowas kann nicht pauschal erfasst werden. Man verbindet Statistiken mit einem Sachverhalt und meint, man habe den Grund gefunden und dass sei der Weisheit letzter Schluss. Das ist er aber definitiv nicht!

[anfy]

Kategorien: Lebensanschauung
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Kaffee trinken

September 26, 2008 · Kommentar schreiben

Als bekennender Kaffeetrinker bekommt man von den diversen selbst ernannten Gesundheitsaposteln ja immer zu hören „Trink was anderes, Kaffee ist ungesund und schlecht für den Flüssigkeitshaushalt“. Ich habe das schon immer in Zweifel gezogen. Zeitweise habe ich über viele Tage hinweg nichts anderes getrunken, als Kaffee. Besonders dann, wenn der Arbeitsstress mal wieder zunimmt und in der Firmenküche das fertige, schmackhafte Gebräu einfach so rumsteht. Zwar würde ich den Firmenkaffee im allgemeinen nicht zu der besonders kulinarischen Genussorte zählen, aber gut genug zum nebenher trinken ist er allemal. Nun ist mir zum wiederholten male eine Studie über den Bildschrim geschappt, die mich in meiner Meinung bestätigt:

http://www.welt.de/wissenschaft/article2492368/Kaffee-entzieht-dem-Koerper-kein-Wasser.html

Warum Firmenkaffee weniger schmackhaft ist, als der, den man zuhause trinkt, währe übrigens auch mal interessant herauszufinden. Liegt es an der Verweildauer auf der Kochstelle, oder vielleicht an den zumeist schlichten bis häßlichen Kaffeepötten? – Das Auge trinkt ja schließlich mit.

[anfy]

Kategorien: Lebensanschauung · Uncategorized
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Bankenrettungsperversion

September 22, 2008 · Kommentar schreiben

in den Staaten steht die größte Bankenrettungsaktion aller Zeiten an. 700 Mrd. sollen das Finanzsystem retten. Schuld an der Miesere sind die Hypotheken, die viele Hausbesitzer nicht mehr bezahlen können.Zuvor trieb die starke Nachfrage die Immobilienpreise noch in schwindelnde Höhen, der Absturz ist vorhersehbar gewesen. Von der 700 Mrd. Rettungsaktion haben die eigentlich geschädigten – also die, die jetzt auf der Straße sitzen – nix, denn das Geld wird kurzerhand im maroden Bankensystem versenkt. Das Finanzsystem retten ist schließlich die Devise – nicht die ruinierten Bürger. Das nenne ich Perversion höchster Güte!

Im übrigen steht etwas ähnliches auch direkt vor unserer Tür ins Haus. Die Immobilienpreise in England, Spanien und Fraknkreich befinden sich ebenso in lufblasenartiger Größenordnung. Die Situation zu bewerten maße ich mir nicht an, aber ich finde die Fakten reichlich bedenklich.

via egghat

[anfy]

Kategorien: Wirtschaft
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Wahre Worte…

September 21, 2008 · Kommentar schreiben

und das von einem Politiker. Natürlich nicht von CD/SPD/FDP oder Grünen. Gysi trifft einfach mal alle vorhandenen Nägel auf den Kopf.

http://www.youtube.com/watch?v=YAbffEA2xdM

[anfy]

Kategorien: Politik
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Lehman und die Kreditanstalt für Wertvernichtung (KfW)

September 19, 2008 · Kommentar schreiben

Lehman Brothers, eine der größeren US-Investmentbanken sind Pleite. Am 10.09.2008 wurden noch 3,9 Milliarden USD Verlust für das dritte Quartal erwartet, am 15.09.2008 wurde dann die Insolvenz gem. Chapter  11 beantragt. Am 15.09, als bereits alle die offizielle Insolvenzmeldung erwarteten, dachte sich die staatliche Förderbank KfW, sie müsse unbedingt noch 300 Millionen Euro an Lehman überweisen. Bei einer Privatbank währs ja egal, aber leider ist die KfW eine staatliche Institution:

Das Kapital der Bankengruppe wird zu vier Fünfteln von der Bundesrepublik Deutschland und zu einem Fünftel von den Bundesländern gehalten. Für Verbindlichkeiten und Kredite der KfW haftet der Bund, also der Steuerzahler.


Lehman gehört wohl zur größten Pleite der US-Geschichte. Insgesamt sechs mal so groß wie die Worldcom- und zehn mal so groß wie die Enron-Pleite (via egghat). Natürlich sind die Auswirkungen auch bei uns in Deuschland spührbar, denn die deutsche Tochter Lehman Brothers Bankhaus AG ist ebenfalls betroffen. Der Schaden, den der deutsche Einlagensicherungsfond zu übernehmen hat, dürfte wohl der größte der Geschichte werden (via ftd.de). Genaue Zahlen gibt es scheinbar noch nicht, Lehman ist aber mit sechs Mrd Euro im Einlagensicherungsfond angeschlossen (via handelsblatt).

Interessant, wenn man sich das nächste Informationshäppchen anschaut, nach dem der deutsche Einlagensicherungsfond über Einlagen von rund 4,5 Milliarden Euro verfügt (die genaue Zahl halten die Banken geheim). Mit viel Glück langt das für die deutsche Lehman Tochter, wenn aber auch nur knapp (via faz.net).

Ist der Einlagensicherungsfond so schnell lehr, dürfte die vermeintliche Absicherung, die dem normalen Sparer angepriesen wird, auch ein mehr theoretischer Wert sein. Unter normalen Umständen langt so ein Betrag gerade einmal für eine mittelgroße Bank. Da wird einem von jeder Versicherung und von jeder Bank die Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfond angepriesen, Wert scheint das aber bei größeren Wirtschaftskatastrophen keinen zu haben. Mit den Perspektiven macht Sparen doch richtig spaß – lohnt sich eh nicht. Durch sinkendes netto Realeinkommen und der üblichen Inflationsrate dürften die üblich Zinsen <5% ohnehin nur werterhaltend sein – wenn überhaupt.

Zuletzt möchte ich gern noch einen mp3-Link aus dem WDR2-Kabarett empfehlen. (hier)

[anfy]

Kategorien: Wirtschaft
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Für wen sind eigentlich Versicherungen?

September 18, 2008 · Kommentar schreiben

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Für wen sind sie eigentlich gedacht? Dies ist ein Auszug aus einem Flyer einer sogenannten Einkaufsversicherung, den man von der Postbank zugesendet bekommt, wenn man eine neue Kreditkarte erhält.

§1 ist klar, alle die eine Karte haben die gültig ist.. das klingt ja toll..
§2 oh, hier fangen die Ausnahmen an, versichert ist nur:

  1. was mit der Kreditkarte gekauft wurde
  2. was im Einzelpreis mehr als 50€ kostet
  3. keine lebenden Tiere / Pflanzen
  4. keine Fahrscheine
  5. keine Wertpapiere jeder Art, keine Derivate
  6. keine Edelmetalle, Juwelen oder Edelsteine
  7. keine Lebensmittel
  8. keine Mobiltelefone (????????? Hä? was haben die hier zu suchen????)

Mit anderen Worten, es darf nicht zu billig sein, sonst wird die Versicherung für jede Kleinigkeit in Anspruch genommen, es darf aber auch nicht zu teuer sein.. Beides kostet zuviel…
Lebende Pflanzen & Tiere schließt man wohl aus, weil das Dinge sind, die schwer zu beweisen oder wiederlegen sind. Selbiges gilt wohl für Fahrscheine. Das man Lebensmittel ausschließt erscheint etwas kurios – Welches Lebensmittel kostet im Einzelpreis schon mehr als 50€? Jedenfalls keines, was sich ein normaler Mensch zulegt.  Ich denke Lebensmittel sind aus psychologischen Gründen ausgeschlossen.. Jeder Leser wird sich in der Versicherung bestätigt fühlen, weil er das Versichern von Lebensmitteln für schwachsinnig hält. Die Mobiltelefone ? Die werden wohl drin sein, weil das nen häufig gekaufter Gegenstand ist, der sonst voll reinpassen würde – mit andren Worten: da gabs in der Vergangenheit wohl doch zu viele Inanspruchnahmen.. Die Dinger werden ja auch gerne geklaut.

§3 schließt Gegenstände deren Besitz länger als 30 Tage zurückliegt aus und Dinge die vor dem 1. Dezember 2007 erstanden wurden.  Man will also verhindern, dass die Leute sich plötzlich an ihre Versicherung erinnern und die ganzen Fälle aus dem letzten Jahr ausgraben…

§4 schließt noch mehr aus, nämlich:

  1. Vorsätzliche Schäden durch Kartenbesitzer oder Familienangehörige – ja klar, Kinder machen auch öfters mal was kaputt, dafür wärs praktisch
  2. Verlieren oder Diebstahl in Abwesenheit – passiert auch häufiger, als das man nen Messer an die Kehle gehalten bekommt
  3. Kratzer und optische Schäden. – Selber schuld, passiert zu oft, zu teuer
  4. Abnutzung, Rost, Korrosion, Errosion, Einwirkung von Feuchtigkeit, Hitze oder Kälte – Ein sehr einschränkender Punkt; Das Handy darf ja eh schon nicht ins Klo fallen, jetzt auch nicht der PDA,.. und im heißen Sommerauto liegengelassene Dinge sind weder bei Diebstahl noch ohne böses einwirken von Dritten versichert..
  5. Mängel die zur Gewehrleistung berechtigen  – ein schöner Rüberschieb-punkt, die Versicherung schiebt die Verantwortung ab; wenn sich keiner Zuständig fühlt guckt der Kunde in die Röhre
  6. Alles was passiert, weil man die Bedienungsanleitung nicht gelesen hat -ein Ausschluss um die Idioten loszuwerden
  7. Schäden durch Strahlen oder nuklearer Energie – jetzt  wirds abstrus!
  8. Krieg/Bürgerkrieg, Unruhen, TERRORISMUS oder vergleichbare Umstände.. – Ja, heutzutage ist ja alles Terrorismus
  9. Schäden, die nach 30 Tagen auftreten – hatten wir schonmal – eine Wiederholung…

Für meinen Geschmack sind die meissten Ausschlusspunkte nur da, damits unübersichtlich wird.. Ein paar Punkte sollen jedem einleuchten, dazwischen sind die wirklichen praktischen ausgeschlossen worden, die man eventuell wirklich mal in Anspruch nehmen könnte..

§5 schließt noch aus, dass es insgesamt zu teuer wird, nämlich:

  • darf das Ding höchstens 1000€ kosten, der Gesamtschaden 2500€ nicht überschreiten und im Jahr dürfen es maximal 10000€ sein..

§6 (hier nicht mehr abgebildet) sagt, wie man sich zu verhalten hat, wenn nen Schaden aufgetreten ist..
$7 sagt, wer §6 nicht befolgt – kriegt nix
$8 sagt: gibts noch nen andren Versicherungsvertrag, der in Frage kommt, zahlen wir nicht
$9 sagt, das man seine Versicherungsansprüche nicht an Dritte übertragen kann…

Summa Summarum halte ich das Ding für absolute Augenwischerei, blassen Dunst, viel Geld um nix. Der „Mehrwert“ den der Kreditkartenvertrag mitbringt ist kein Mehrwert sondern eher ein Wenigerwert, das es den Preis nur hebt.
Oder hat jemand aus seinem täglichen, praktischen Gebrauch wirklich eine Anwendungsidee für eine solche Versicherung???

[Treibholz]

Kategorien: Allgemeines
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Günni verurteilt

September 18, 2008 · 1 Kommentar

Das ich das noch erleben darf! Das Landgericht Berlin hat den Rechtsanwalt Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth zu 14 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Natürlich steht wieder die Möglichkeit der Revision offen. Ich kann mich noch gut an das Schreckgespenst Günni in früheren Zeiten erinnern. Er war sozusagen der erste, der mit dubiosen Abmahnungen sein Geld machte. Am bekanntesten waren damals die Tanja-Briefe, in denen er unter dem Pseudonym Tanja Nolte-Berndel, als vermeintlich 15 Jährige, um Software-Tausch bat. (mehr auf rotglot.org)

Wer sich in den 80er und 90ern mit einem Computerhobby die Zeit vertrieb, kannte ihn einfach – und das war zu Zeiten, wo das WWW noch unbekannt war, eine echte Leistung. Ich hoffe, dass man ihn nun endlich mal aus dem Verkehr zieht, und ihm die Anwaltszulassung entzieht. Was bitte hat jemand in dem Berufsstand zu suchen, der nachweislich Mandantengelder veruntreut und Urkunden gefälscht hat? Das hätte man schon damals machen müssen, als er mit den Tanja-Briefen unter vorspielung falscher Tatsachen zu illegalem handeln aufforderte.

via heise, lawblog

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Kategorien: Internet
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CRE098 Der Mifare-Hack

September 17, 2008 · Kommentar schreiben

Im Gespräch mit Tim Pritlove erläutert Henryk Plötz vom Chaos Computer Club Berlin den langen Marsch zum Hack des „Mifare Classic“ RFID-Chips von Philips aka NXP Semiconductor, der heute das meistverbreitete System für elektronische Fahrkarten und Zugangskontrollsysteme darstellt. Von zwei Teams in Deutschland und später auch in den Niederlanden wurde das System systematisch reengineered und analysiert und seine Schwachstellen offengelegt. In den nächsten Tagen steht die finale Dokumentation des internen Verschlüsselungsalgorithmus bevor und Henryk erklärt, mit welchen Finessen man ihm auf die Spur kam.

CRE098 Der Mifare-Hack – Chaosradio Podcast Network

Hammer, das ist mal nen Hack! In diesem 2Stunden AudioPodcast wird berichtet, wie der Mifare-Classic-Chip (der auf einer Fläche von etwa 1 Quadratmillimeter in 7 Schichten übereinanderliegend konstruiert ist in dem ausschließlich Hardwarelogik verbaut ist) per Reverse Engineering gehackt wurde. Tim Pritlove moderierts wieder verständlich für jedermann.

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Kategorien: Computer
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Forsa Unfrage

September 17, 2008 · Kommentar schreiben

Forsa führt derzeit eine Umfrage zum Thema „Medialer Nutzung“ durch und
ich war einer der Glücklichen, die sich das Frage-Antwort-Spielchen
angetan haben. Normaler weise bügel ich solche Anrufe gleich ab und
opfer für den Quatsch keine Zeit. Nach dem letzten Mal Abbügeln habe
ich mir aber vorgenommen, die nächste Umfrage mitzumachen und heute war
es soweit.

Tolle Fragen, die einem da in 25 Minuten in den
Bauch gefragt werden. So zum Beispiel zur Nutzung von
Wiedergabegeräten. VHS-Gerät, DVD-Player, DVD-Rekorder etc. waren
dabei. Mediacenter? Fehlanzeige – und von Blue-Ray wollen wir gar nicht
erst sprechen. Der Radiosender, der hier fast täglich läuft, war in der
Liste der möglichen Antworten natürlich ebenso wenig enthalten. VonWebchannel oder Podcasts wollen wir gar nicht erst reden. Die Umfrage bewegt sich im medialen Steinzeitalter.

Am
Ende der Befragung habe ich mich dann gefragt, was die mit den
Antworten wirklich anfangen wollen. In meinem Fall habe ich nicht
einmal ein Wiedergabegerät mit dem ich DVDs angucken könnte. Natürlich
war auch die Frage enthalten, wie häufig ich DVDs konsumieren würde -
das ich kein Wiedergabegerät angeben konnte, stellte scheinbar kein Widerspruch dar. OK, ich könnte mir den DVD-Player auch ausleihen,
aber irgendwie erscheint mir die Aussage der Umfrage eher nichts sagend,
da sie viel zu allgemein gehalten war.

Gemacht habe ich das
ganze, weil ich fand, dass auch solche Querulanten wie ich, die
prinzipiell nicht in dem Ausmaß in die Statistik einfließen, weil sie
üblicher Weise die Aussage verweigern, etwas mehr Beachtung in der
Statistik finden sollten. Ob ich das nochmal mache überlege ich mir
noch. Irgendwie sind die Fragestellungen dämlich und erfassen mein
Medienverhalten so gar nicht.

[anfy]

Kategorien: Politik
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