Treibholz

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Vorratsdatenspeicherung, Macht, Geld, Terror

Juli 23, 2008 · Kommentar schreiben

Dummheit ist ein demokratisches Grundrecht, das in unserem Land viel genutzt wird. Anders kann man die Abnickerei der Vorratsdatenspeicherung wohl kaum erklären. „Man hat ja nichts zu verbergen“. Nunja, es ist ja auch sehr einfach dabei wegzuschauen. Weil sie findet ja im Verborgenem statt und sie bringt uns allen mehr Sicherheit. Sicherheit vor Terror (lat. terror, von terror,terroris – Schrecken) und Schrecken? Das ist eine Emotion, nämlich Angst. Aber geht es in Wirklichkeit nicht um etwas ganz anderes? Ich glaube es geht nur um arm und reich, eigentlich um die Absicherung der Reichen vor den Armen. Weil wenn die Reichen etwas abgeben würden, wären sie ja nicht mehr so reich und die Armen nicht mehr so reich. Verlust von Reichtum ist in unserer Gesellschaft mit dem Verlust von Macht gleichzusetzen.
Unser Geld oder auch unsere Macht wird über Arbeit im Land verteilt. Wer einen guten Job hat bekommt mehr, andere weniger. Was ein guter Job ist, ist in umserem Wertesystem klar definiert. Produktivität ist da nicht gefragt. Führung und Leitung – so etwas gilt als guter Job. Na klar – Eine Führungsposition beinhaltet ja schon Macht.
Macht hat also die Eigenschaft mehr Macht zu schaffen. Macht schafft Geld schafft Macht.
Das führt zu Begehrlichkeiten bei den Menschen die diese Macht nicht innehaben. Die Geschichte zeigt, dass diese Begehrlichkeiten mehr und mehr Anwachsen. Und mit ihnen wächst die Unzufriedenheit und die Bereitschaft dagegen anzukämpfen. Diese Bereitschaft dagegen anzukämpfen versetzt die Machtinhaber – wenn sie denn stark genug ist – in Angst und Schrecken. Und Schrecken? Schrecken ist Terror – das haben wir im Lateinischen gelernt.
Und vor diesen Terror wollen uns die Machtinhaber wohl wirklich schützen. Das sagen sie nur nicht so. Weil es würde eh keiner verstehen.

[Treibholz]

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Ehrlicher Finder gesucht

Mai 17, 2008 · Kommentar schreiben

Die Polizei verliert nicht nur hin und wieder ein paar Daten, nun vermisst sie auch noch Geld – und sucht nach dem ehrlichen Finder.

Die Berliner Polizei beschlagnahmte mehrere Geldbündel, verlor jedoch beim Einsteigen in das Dienstfahrzeug eines davon auf der Straße.

… wurden die Geldbündel in zwei große Briefumschläge gelegt. Vor dem Einstieg in den Dienstwagen, welcher vor der Bank abgestellt war, musste sich ein Kriminaloberkommissar wegen eines vorbei fahrenden Lastwagens an das Fahrzeug pressen, wobei der Papierumschlag einriss. Bei einer erneuten Zählung im Dienstwagen stellten die Beamten fest, dass ein Geldbündel fehlte. Eine sofortige Suche im Fahrzeug und auf dem Gehweg blieb erfolglos.

Die Polizei schreibt weiter

Dem Finder des Geldes wird empfohlen, sich bei einer Polizeidienststelle zu melden. Ebenso werden weitere Zeugen gesucht, die Angaben zum Verbleib des Geldbündels machen können.

Ob ein grundehrlicher Mensch das Bankeigentum in Form von vermutlich nicht nummerierten, kleinen Geldscheinen bei der Polizei abgeben würde wage ich ernsthaft zu bezweifeln. Auch mein Gewissen über den Verlust der Bank würde mich nicht um den Schlaf bringen. Interessieren würde mich allerdings, ob am Ende nicht doch die Polizei dafür aufkommen muss, oder vielleicht nur eine der Versicherungen deren Paläste ja zur Genüge in der Stadt herumstehen.

Ein Schmunzeln konnte ich mir beim Lesen der Pressemeldung jedenfalls nicht verkneifen.

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