Treibholz

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Kameras sind keine Lösung

November 30, 2008 · Kommentar schreiben

In einem Absatz am Ende eins Artikels zitiert EXPRESS.DE einen Polizisten, der sich zum Gewaltproblem in Düsseldorfs Innenstadt äußert:

„Längst hat sich die Gewaltszene von den Videokameras am Bolker Stern
in die Seitenstraßen der Altstadt verlagert. Da und im Gedränge nehmen
die Übergriffe auf Kollegen und Besucher zu.“ Polizei-Personalratschef
Harald Walther sah es voraus: „Wir haben vor der Verlagerung gewarnt.“

Fallbeispiele gibt es genügend. Kriminalität oder unerwünschte Personen, wie Dealer oder Obdachlose, lassen sich nicht durch Kameras oder andere technische Mittel aus dem diesseits wünschen.

[anfy]

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Kommentar zum Interview: Taz vs. Schäuble

Oktober 14, 2008 · Kommentar schreiben

taz.de – Innenminister Schäuble über Grundrechte: „Ich schütze, ich gefährde sie nicht“

Schäuble: Haben Sie den Eindruck, dass irgendjemand in Deutschland Datenschutz nicht wichtig nimmt?

In der Tat haben wir das, Herr Schäuble! In erster Linie kann man den Eindruck von Ihnen bekommen. Die Telekom liefert einen Skandal nach dem andren und Sie spielen es mit den Worten „Ich habe auch den Eindruck, dass bei der Telekom ein hinreichendes Maß an Sensibilität für die Schwere der Vorfälle und des Vertrauensverlustes vorhanden ist.“ herunter. Sagen Sie Herr Schäuble, was hat Ihnen die Telekom bezahlt? Oder ist sie Ihr Brötchengeber?

Taz: Am Samstag haben in Berlin tausende Menschen gegen Überwachung demonstriert. Manche sprechen von einer neuen Bürgerrechtsbewegung. Freut Sie das?
Schäuble: Warum soll ich jetzt sagen, dass mich das freut? Das war eine europaweite Kampagne gegen die Vorratsdatenspeicherung. Ich halte diese Kritik für unberechtigt und ich halte auch die Ängste, die da bei jungen Menschen erzeugt werden, für falsch und unverantwortlich.

Sie bringen die Sache auf den Punkt Herr Schäuble! Auch wir halten die Entwicklung der Überwachung und die Verschiebung der Machtverhältnisse in unserem Land für falsch und unverantwortlich und deshalb waren wir auch auf der Straße! Sie sagen in Ihrem Interview selbst: „Sie unterschätzen die Verbraucher. Die sind sich über ihre Rechtslage schon im Klaren.“ Dann unterschätzen Sie auch nicht die „jungen Menschen“ die begriffen haben wofür Sie ihre Fahne schwenken.

Schäuble: Man muss immer wieder darauf hinweisen, dass schließlich nur die Verbindungsdaten für sechs Monate gespeichert werden. Bei der derzeitigen Erregung ist es schwer, einer gewissen Vernunft zum Durchbruch zu verhelfen.

Sie sagen es wieder selber. „bei der derzeitigen Erregung“. Wer hat denn die Erregung seit Jahren geschürt? Welche Entscheidungen werden denn alle im Namen des 11.9. getroffen? Welche Einschränkungen müssen wir Bürger noch hinnehmen um damit Sie Ihre zwilichtigen Ziele erreichen? Herr Schäuble, sie sind ein Verfassungsfeind und aus diesem Grund haben wir auch „nur gegen die Verbindungsdaten“ vor dem Verfassungsgericht geklagt! Wie lange muss diese letzte Instanz noch für Ihre Verfassungsverbrechen herhalten die sie zu legitimieren versuchen?

Taz: Auf den T-Shirts vieler Demonstranten war Ihr Konterfei abgebildet, darunter stand „Stasi 2.0″. Ärgert Sie das?
Schäuble: Ja, manchmal ärgert mich das schon. Besonders dann, wenn dieser Vergleich von Menschen kommt, die man eigentlich für gebildet hält. Die Gleichsetzung meiner Person mit der Stasi ist eine Beleidigung. Wer behauptet, es gäbe auch nur die entfernteste Ähnlichkeit zwischen der Realität in der DDR und in der Bundesrepublik, ist nicht nur geschichtsblind.

Wo sind die Unterschiede? Ich sehe wesentlich mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Die einzigen Unterschiede sind die technischen Ausmaße Ihrer Überwachung. Die Führung der DDR hat ihre Bürger zum Kriegsgefangenen gemacht und diese solange eingesperrt, wie es finanziell realisierbar war.
Die momentane Entwicklung macht eine Mauer überflüssig und den gesamten europäischen Raum zur modernen DDR. Ganz nach dem Vorbild der USA. Ist Ihnen die „Globalisierung zu Kopf gestiegen?“

Taz: Ihren Kritikern macht Sorgen, dass die technischen Möglichkeiten der heutigen Sicherheitsorgane weit über die der Stasi hinausgehen…
Schäuble: Das ist doch Unsinn. Die Stasi hatte mehrere hunderttausend Mitarbeiter. Sie hat Menschen dazu gebracht, sich gegenseitig zu bespitzeln. Nicht einmal Ehegatten konnten einander trauen. Eltern mussten am Küchentisch darauf achten, was sie erzählen, damit ihre Kinder das nicht in der Schule ausplaudern. Das war eine Atmosphäre der Angst. Wer das mit der Bundesrepublik vergleicht, der diffamiert unsere Freiheitsordnung in einem Maße, wie wir es nicht zulassen dürfen. Wir haben nämlich in Deutschland schon einmal eine Freiheitsordnung durch verantwortungsloses und bösartiges Gerede derart diffamiert, dass am Ende die NS-Gewalt- und Willkürherrschaft an die Macht kommen konnte.

Wie bringt man Menschen dazu ihrer Angehörigen und Lieben zu verraten? In den man Ihnen Angst macht! Herr Schäuble, die Politik die sie betreiben macht sehr vielen Menschen Angst! Das scheint Ihr Ziel zu sein? Nicht wer die Verhältnisse in der DDR vor 20 Jahren mit den Verhältnissen die heute in Deutschland geschaffen werden vergleicht diffamiert unsere Freiheitsordnung, sondern wer versucht solche Strukturen wieder aufzubauen tut dies. Und um Himmels willen beschuldigen nicht die kritischen Denkenden für die Verbrechen der Generation Ihrer Eltern. Wenn ich mich recht entsinne waren wohl eher diejenigen Schuld, die danach sagten „Das haben wir doch alles nicht gewusst“.  Wozu haben wir Geschichtsunterricht? Wenn man aus Geschichtsunterricht etwas lernen könnte, dann wäre es eventuell begannene Fehler nicht zu wiederholen. Was sagen Sie? „Dahinter steckt bei manchen natürlich auch der Versuch, die Stasi im Nachhinein zu verharmlosen.“ Der einzige, der hier ständig am bagatellisieren ist sind ja wirklich Sie Herr Schäuble!

Taz: Ein anderes umstrittenes Projekt sind die von Ihnen geplanten neuen Befugnisse für das Bundeskriminalamt. Am Freitag sollte darüber abgestimmt werden, das wurde auf Betreiben der SPD wieder verschoben. Kippt die Online-Durchsuchung noch?
Schäuble: Auf Kabinettsebene sind wir längst einig. Der Bundestag berät noch, aber ich bin zuversichtlich, dass das Gesetz in Kürze verabschiedet werden kann.

Wir wissen Bescheid, und wenn es mangels ausreichender korrupter Mitstreiter ausnahmsweise doch nicht klappt, kommts über das EU-Parlament doch in 3 Jahren. Eigentlich auch egal, ob eine Staatssicherheit oder eine Kontinentalsicherheit aufgebaut ist, hauptsache man ist weit oben in der Hierarchie.

Taz: In Köln sind vor kurzem zwei Männer wegen Terrorverdachts festgenommen, wenig später aber freigelassen worden, weil ihnen nichts nachgewiesen werden konnte. Müssen Menschen in Zeiten des internationalen Terrorismus stärker damit rechnen, auch mal unschuldig in Haft zu kommen?
Schäuble: Die Sicherheitsbehörden haben die Aufgabe, Gefahren abzuwehren und schlimme Anschläge zu verhindern. Die Menschen in Deutschland können darauf vertrauen, dass sie hinreichend geschützt sind. Den Rechtsstaat macht aus, dass Unschuldige wieder frei kommen.

Nur gut, das sie den Rechtsstaat in einen Panikstaat verwandeln, der unter dem Deckmantel der Terrorgefahr bald jedes Verbrechen am Bürger legitimiert. Zumindest kann ein toter Bürger nicht mehr zum Terrorrist werden. Der Gedanke hat doch was, oder Herr Schäuble?

Hiermit wiederhole ich unsere Forderung vom Samstag an Sie Herr Innenminister! Treten Sie von Ihrem Amt zurück.

[Treibholz]

Kategorien: Allgemeines · Politik
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Kameraüberwachung im Hauseingang unzulässig

Oktober 8, 2008 · Kommentar schreiben

Gern greift man heutzutage ja präventiv zur Kameraüberwachung. Das ist auch bei Hausbesitzern angekommen, die auf diesem Wege gern Vandalismus vorbeugen möchten. Das Amtsgericht Berlin-Lichtenberg hat nun entschieden, das sich die Mieter das nicht bieten lassen müssen. Selbst eine Kameraattrappe  darf nicht angebracht werden, wenn sich die Mieter dadurch in ihren Persönlichkeitsrechten gestört fühlen. Ein sinnvolles Urteil, wie ich finde, denn mit solchen Kameras, bei denen der Mieter nicht prüfen kann ob das Videomaterial vielleicht ausgewertet wird, lassen sich leicht Bewegungsprofile anfertigen.

Einen solchen permanenten Überwachungsdruck müsse der Mieter keinesfalls dulden.

via www.ra-sawal.de

Kategorien: Lebensanschauung
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gulli: England: Datenverluste die X-te dank wilder Party?

September 9, 2008 · Kommentar schreiben

Wie gleichgültig kann eine Regierung eigentlich gegenüber sensiblen Daten sein? Die britische Regierung scheint die Antwort auf diese Frage liefern zu wollen, anderweitig lässt sich deren ständige hochgradig fahrlässige Schlamperei mit Informationen nicht erklären. Diesmal hat man Reiseziele und weitere Details von 70 Soldaten des 3. Bataillons, Yorkshire Regiment verloren.

gulli: England: Datenverluste die X-te dank wilder Party?

Ich find das recht klar! – Je häufiger man von diesen Daten-Gau’s hört, desto mehr gewöhnen wir uns dran… Und irgendwann haben wir draus gelernt.. Es ist irgendwann nicht mehr schlimm, dass Daten „verloren“ gehen, weil es passiert ja eh andauernd. Und wenn wir uns darüber nicht mehr aufregen müssen, dann gibts eigentlich auch keinen Grund mehr sich über gesteigerte staatliche Überwachungsmaßnahmen aufzuregen. Wenn wir unsere Privatsphäre schon abgeben, dann doch lieber an den Staat, als an ähhh… die Leute mit dem T – ich mag dieses Wort nicht mehr ausschreiben; ich glaube es ist in den letzten 7 Jahren so inflationär verwendet worden, dass eh keiner mehr weiß, was es wirklich bedeutet.
Hier in unserem Ländle gibt man sich ja auch alle Mühe die Privacy mit Füßen zu treten – ob nun staatlich durch mehr Anti-T Gesetze oder in den Firmen durch Kameras und Personaldetektive.
Irgendwie läuft die ganze Sache eigentlich recht kontrolliert in eine Richtung, oder?

Kategorien: Daten-Gau · Datenpannen · Politik · Vorratsdatenspeicherung · Überwachung
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Lidl muss wegen Bespitzelung von Mitarbeitern Bußgeld zahlen

September 8, 2008 · Kommentar schreiben

aus welt.de, 08.09.2008
Stuttgart/Hannover – Die obersten Datenschützer mehrerer Bundesländer verlangen wegen der Bespitzelung von Mitarbeitern Bußgelder vom Lebensmittelkonzern Lidl. Das Unternehmen kündigte an, die Sanktionen zu akzeptieren. Allein in Niedersachsen geht es um Forderungen von rund 700 000 Euro. Es handle sich um 60 bis 70 Bußgeldverfahren über je 10 000 Euro, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Hannover…

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Man kann sich freikaufen :) Schuldeingeständnis gibt es zwar nicht, aber man bezahlt vermeintlich viel Geld, was man auch in seine Mitarbeiter hätte investieren können ohne solche Skandale zu verursachen. Somit wird Überwachung von Mitarbeitern vielleicht zum kalkulierbaren Risiko und muss von den Überwachungskonzernen halt einfach nur woanders wieder reingeholt werden.

Na Klar, umsonst braucht man ja nicht zu Überwachen :)

Kategorien: Arbeitswelt · Lebensanschauung · Wirtschaft · Überwachung
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Biometrische Überwachung als Freizeitbeschäftigung?

August 9, 2008 · Kommentar schreiben

http://www.heise.de/newsticker/Biometrische-Einlasskontrolle-in-daenischen-Nachtclubs–/meldung/114026/from/rss09

Nur wieder ein weiteres Beispiel für das heranführen der Bürger an biometrische Überwachungsmaßnahmen. Es scheint sich zur europäischen Strategie zu entwickeln die Menschen an eine allübergreifende Datenerfassung zu gewöhnen. Eigentlich müsste sofort in diesem Moment die Widerstände erwachen um solche Prozesse gleich im Keim zu ersticken. Wie sehr wollen wir uns noch an diese Stasi-Methoden gewöhnen? Solange, bis wir vergessen haben was Freiheit ist?

[Treibholz]

Kategorien: Allgemeines · Lebensanschauung · Politik · Überwachung
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Aufruf zur Demo „Freiheit statt Angst 2008″

Juli 31, 2008 · Kommentar schreiben


Es ist wieder so weit, am 11.10. findet die nächste Demonstration gegen den staatlichen Überwachungswahn statt.

via
vorratsdatenspeicherung.de

Kategorien: Politik
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Musikindustrie der heimliche Herrscher

Juli 29, 2008 · 1 Kommentar

http://www.computerwoche.de/knowledge_center/web/1869509/

Erst die Vorratsdatenspeicherung, dann die legitimierte Contentüberwachung durch den ISP – gibt es in dieser Zeit keinerlei Privacy mehr? Das die offene Infrastruktur des Internet auf diese Weise ad absurdum geführt wird liegt auf der Hand und die Meisten Menschen werden auch diesen Brocken wieder schlucken als notwendig und „ich hab ja nichts zu verbergen“.
Die Musikindustrie, die Jahre nach Napster und Co. geschnallt hat, das man ja auchmal Musik online verkaufen kann und dann auf die Versprechen der DRM Industrie reinfällt und diese assimiliert sitzt wohl auf einem viel zu hohen Ross und scheint die eigentliche Weltregierung zu stellen.
Langsam aber sicher sollte man sich überlegen, ob man diese Machenschaften wirklich noch durch Konsumgüter der Musikindustrie unterstützen sollte, oder ob man nicht doch lieber freie Inhalte z.B. aus der CC (Creative Commens)-Ecke zurückgreifen sollte. Wir sehen ja, wie überwachungsfördernd der Weg in den Mediamarkt sich entwickelt hat.

Man kann garnicht soviel kotzen, wie man essen möchte…

[Treibholz]

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Normale, digitale Fahnung

Juli 22, 2008 · Kommentar schreiben

Wie der Spiegel über den Holzklotz-Anschlag in Oldenburg berichtet, wurde kein Aufwand gescheut den Täter zu finden. So geriet zunächst jeder in Verdacht, der am 23 März, zwischen 17 und 22 Uhr im rund zwei Quadratkilometer großen Areal, um den Tatort herum telefoniert hat. Zuletzt zog man es jedoch vor, mehrere Jugendliche und dessen Eltern zu Überwachen, weil diese, also die Jugendlichen, zur falschen Zeit am falschen Ort – sprich im zwei Kilometerumkreis – gewesen sind. Von Telefon und Internet Abhören ist die Rede und selbst vor dem Ingenieurbüros des Vaters eines Verdächtigen wird nicht gestoppt.

Gerät die Ermittlungsmaschinerie erst in Gang, ist kein halten mehr vor der Zerstörung bürgerlicher Privatsphäre. Es wurde nämlich nicht zunächst die sichergestellten Beweise geprüft und bewertet, sondern gleich eine Rasterfahndung eingeleitet – ist es doch viel bequemer zunächst rund 10.000 Leute zu verdächtigen und ihre Telefongewohnheiten an diesem Abend abzufragen und auch die Überwachung unschuldiger scheint unserer Exekutiven wenig schlechtes Gewissen zu vermitteln. Bedenklich, wie schnell man unschuldig – also ohne irgendetwas ungesetzliches getan zu haben – in die Situation geraten kann überwacht zu werden.

Ich bin froh an diesem Abend nicht in der Nähe telefoniert zu haben. Ich schätze es nämlich sehr nicht beobachtet zu werden, wenn ich meine Wohnungstür hinter mir geschlossen habe.

[anfy]

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Schäubles motive zur Schaffung eines Überwachungsstaates

Juli 18, 2008 · Kommentar schreiben

Vor einiger Zeit habe ich mit Treibholz darüber Diskutiert, welches Motiv unser Innenminister haben könnte, einen Überwachungsstaat zu gründen. Für möglich haben wir da einiges gehalten – angefangen bei einer Psychomacke, die er sich bei dem Attentat auf Ihn zugezogen hat, über Wut auf die Welt bis hin zu persönlicher Überzeugung gepaart mit Unwissenheit über moderne technische Vorgänge.

Ich finde das Günter Wallraff in seinem SZ-Interview eine mögliche Antwort sehr schön veranschaulicht:

Innenminister Wolfgang Schäuble ist nicht korrupt, sondern meint, aus inbrünstiger Überzeugung, dem Staatswesen zu dienen – aber während der Inquisition war der Klerus genauso überzeugt, er würde dem göttlichen Recht zum Durchbruch verhelfen.

Das gesamte Interview ist übrigens sehr interessant zu lesen.

[anfy]

Kategorien: Allgemeines
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