dial4light – Meine Straßenbeleuchtung zahl ich selbst

Immer mehr Kommunen lassen aus Kostengründen ihre Bürger nachts im Dunkeln. Die Energiekostet können ja auch leicht eingespart werden, schaltet man die Straßenbeleuchtung einfach aus. Dies macht sich die Stadtwerke Lemgo Consult GmbH zu nutzen und bietet einen besonderen Service namens dial4light für solch sparsame Kommunen an – möchte man des nächtens einen beleuchteten Weg genügt ein Anruf und die vordefinierte Strecke wird mit Licht versorgt. Ansich keine schlechte Idee, spart dies doch unnötige Beleuchtung, Energie und somit zunächst auch Kosten. Währe da nicht noch mehr Einsparpotential! Wer nachts nicht gern durch dunkle Straßen tappt und von diesem Service gebrauch macht, muss für einige Strecken die Kosten für den Beleuchtungsvorgang selbst übernehmen.

Warum nicht mehr Kommunen erkannt haben, dass sie mit solchen Methoden nicht nur elegant ihre Grundversorgungspflicht vernachlässigen, sondern auch Geld in den Kassen halten können ist mir ein Rätsel. Kann man doch Steuergelder besser anlegen und den Steuerzahler direkt nochmal zur Kasse bitten. Und mal ehrlich – ein paar olle Bewegungsmelder sind doch viel zu einfach und die Kassen eines privatunternehems kann man damit auch nicht füllen.

Übrigens, sein Parkticket kann man zum Beispiel in Köln ebenfalls bei der Stadtwerke Lemgo Consult GmbH buchen. Erstaunlich was an Geldern bei dingen der staatlichen Grundversorgung in private Unternehmen fließt. [anfy]

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4 Antworten zu “dial4light – Meine Straßenbeleuchtung zahl ich selbst

  1. Das ist die Krönung der Abzocke.
    Erst behaupten „Licht bietet Sicherheit“, dann Licht abschalten und dann den Fürsorglichen spielen und eine Bezahlsystem installieren, um abzukassieren.
    Das Licht Sicherheit bietet, wissen wir, aber dies schamlos auszunutzen ist schon dreist. Öffentliches Licht ist eine kommunale Aufgabe und wird bereits von uns Bürgern mit Steuern finanziert. Wir zahlen also doppelt. Und für Bürger, die besonders das Licht brauchen, Alte, Kleinkinder und Sehbehinderte ist die Bestellung per SMS nicht machbar. Zumindest meine Oma und mein Sohn können das nicht.

  2. Sehr geehrte Damen und Herren,
    Dial4Light kann und wird nur auf schwach frequentierten Wegen und Plätzen eingesetzt, wo eine Dauerbeleuchtung sowohl ökologisch, als auch ökonomisch unsinnig wäre.
    Nicht in München auf der Leopoldstrasse :-)
    Diese Dauerbeleuchtung wird aber in sehr vielen Gemeinden praktiziert. D. h. die Beleuchtung brennte nachts für Hase und Igel.
    Der Bürger muß für die Beleuchtung entgegen vieler Behauptungen nichts bezahlen, die Kommune kommt für die Beleuchtung nach Bedarf auf.
    Also eine echte win-win Situtation.
    Mit Dial4Light werden die Leuchtzeiten in sehr vielen kleineren Kommunen optimiert.
    Natürlich kann mit Hilfe der Dial4Light Datenbank die Leuchtzeiten nachträglich entsprechend der Nachfrage angepasst werden.
    Hohe Frequenz- späte Ausschaltung der öffentlichen Beleuchtung, bis hin zur Dauerbeleuchtung; niedrige Frequenz- frühe Ausschaltung der öffentlichen Beleuchtung!!!
    Das Licht wird nicht per SMS bestellt, sondern mittels Anruf und Nennung eines 6-stelligen Codes, der an den Straßenlaternen abzulesen ist.
    Kleinkinder und ältere Menschen, die nicht mit einem Telefon umzugehen verstehen, haben leider nicht die Möglichkeit Dial4Light zu nutzen, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass diese Personengruppen weiterhin im Dunkeln stehen,
    Erst kam die Leuchtzeitenreduzierung um Kosten zu senken und CO2 zu mindern und dann kam Dial4Light als HILFSMITTEL.
    Mfg aus Lemgo
    Stadtwerke Lemgo
    Frank Bräuer

  3. Energieersparnis ist zunächst das Hauptargument, das ich in meinem Beitrag auch positiv herausgestellt habe. Der Service ist allerdings nicht unbedingt für den Nutzer kostenfrei. Zitat von der dial4light Homepage: „Abhängig vom Betreiber der Beleuchtungseinrichtung, entstehen dem Nutzer Kosten“

    Es ist aber definitiv nicht zu verkennen, dass solch ein System auch Nachteile hat, denn wie kommen Menschen in den Genuss einer Straßenbeleuchtung, die kein Handy haben oder bedienen können. Hierbei denke ich an Alte, Kinder, Behinderte oder auch an Menschen die aufgrund ihrer finanziellen Situation kein Guthaben auf ihrer Handykarte haben. Man sollte immer im Blick haben, dass es sich bei der Straßenbeleuchtung um eine Grundversorgung des Landes/der Städte handelt.

    Energieersparnis lässt sich auch auf anderen Wegen erreichen. So ist es noch immer unüblich energieffizientere Leuchtmittel in Beleuchtungs- und Ampelanlagen einzusetzen. Der Trend ist da, von Flächendeckend kann aber keine Rede sein.

    Zuletzt – was spricht gegen den Einsatz von Bewegungsmeldern?

    http://treibholz.baywords.com/2008/05/14/dial4light-meine-strasenbeleuchtung-zahl-ich-selbst/

  4. Das Blog zeineku.de behandelt das Thema ebenfalls und da mir der Beitrag dort gut gefällt hier noch der Link dazu: http://www.zeineku.de/2008/03/30/dial4light-strassenbeleuchtung-gegen-kleingeld/

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