Datenhandel in Deutschland

http://www.tagesschau.de/inland/datenschutz104.html

Ein Musterbeispiel, was es für den Gesetzgeber noch alles zu tun gibt. Einer davon währe es, endlich dem Datenhandel einen Riegel vorzuschieben. Bisher ist es gem. §§28, 29 BDSG gestattet mit Daten zu handeln, die zum Beispiel aus allgemein zugänglichen Quellen stammen oder bei denen kein Grund zu der Annahme besteht, dass der Betroffene ein schutzwürdiges Interesse an dem Ausschluss der Erhebung, Speicherung oder Veränderung hat.

In der Praxis kursieren Listen mit personenbezogenen Daten inkl. der dazugehörigen Kontoverbindung. Besonders Call-Center haben sich in letzter Zeit hervorgetan und trotz ausdrücklicher Ablehnung des angerufenen, einen Vertrag ins Leben gerufen. Kein Problem – denn die Kontodaten sind ja bereits vorhanden und müssen nicht erst dem unfreiwilligen Kunden entlockt werden. Hinterher kann sich der Kunde wiederwillen mit unberechtigten Zahlungen und Inkassounternehmen herumärgern. [Datenschutz-Blog]

Ebenfalls interessant zu lesen ist die Stellungnahme des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD). Hier wird auch noch einmal deutlich, dass es bei den zuvor genannten Paragraphen vor allem um die „Übermittlung an Auskunfteien“ und das „Scoring“ geht und definitiv Nachbesserungsbedarf besteht. Das das Thema in den Fokus der Presse geraten ist, lässt hoffen, dass die Politik tatsächlich mal etwas dagegen tut. Am besten währe die ersatzlose Streichung der beiden Paragraphen.

via Datenschutz-Blog

[anfy]

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