Zensur im Handelsblatt Weblog

Da schreibt Herr Uhlig in seinem Blog beim Handelblatt einen außerordentlich interessanten Artikel über den Einlagensicherungsfond und weil der Beitrag wohl auch noch, fundierter weise, etwas unbequem ist, wird der dann kurzerhand gelöscht. (hier die Reaktion von Herrn Uhlig)

Etwas später dann scheint der Druck auf das Handelsblatt von anderer Seite etwas größer geworden zu sein, so dass der Beitrag wieder online gestellt wurde. (hier der orginal Beitrag)

In seinem Beitrag stellt Herr Uhlig fest, dass der Einlagensicherungsfond um die 9 Mrd. bzw. 1 Prozent der abzusichernden Spareinlagen beträgt. Der Artikel ist in seiner Gesamtheit außerordentlich lesenswert. Neu für mich auch, dass seit 1998 eine gesetzliche Einlagensicherung, „Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH„, besteht, die max. 90% der Einlagen bis 20.000 Euro übernimmt.

[anfy]

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2 Antworten zu “Zensur im Handelsblatt Weblog

  1. Hallo Anfy,

    in Ihrem Blog hat sich leider ein kleiner Fehler eingeschlichen. Der Beitrag, auf den Sie verlinken, ist nicht derjenige, der gelöscht wurde. Tatsächlich ging es um den Beitrag, den wir inzwischen in der Kommentarfunktion wieder dokumentieren:
    http://blog.handelsblatt.de/oekonomie/eintrag.php?id=40#k7322707

    Grund für die Entscheidung, diesen Beitrag von Netz zu nehmen, war die Befürchtung unserer Chefredaktion, dass der Blog-Beitrag von Herrn Uhlig in der Öffentlichkeit irrtümlich nicht als die persönliche Meinung eines Wissenschaftlers, sondern als redaktioneller Beitrag des Handelsblatt wahrgenommen werden könnte und der Eindruck entsteht, das Handelsblatt rufe zu einem „Run“ auf die Commerzbank und andere Finanzhäuser auf.

    In einer Situation, die ohnehin sehr fragil ist, wollte unsere Chefredaktion jedes Risiko ausschließen, durch missverständliche Äußerungen eine Panik in der deutschen Finanzindustrie zu verursachen. Dies wurde höher bewertet als die Meinungsfreiheit des Bloggers.

    Sicherlich kann man diskutieren, ob es nicht sinnvollere Möglichkeiten gegeben hätte, mit der Problematik umzugehen, als den gesamten Beitrag zu löschen.
    O. Storbeck

  2. Vielen Dank für die Richtigstellung und den korrekten Link. Wie es scheint hat auf Grund des Offline nehmens und die dadurch resultierende Intransparanz ein fehlerhafter Link verbreitung gefunden, den auch ich übernommen habe.

    Die offene Umgangsweise, mit der Sie fortfahren, begrüße ich hingegen sehr.

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