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Vertrauenswürdige De-Mail von Innenministerium und Telekom

Vertrauenswürdige De-Mail von Innenministerium und Telekom… so die Überschrift bei heise zur neuen, rechtverbindlichen Mailadresse. Eine bessere Überschrift hätte ich mir beim besten Willen nicht ausdenken können. Geschweige, dass ich den Zynismus aufgebracht hätte, Telekom und Innenministerium gemeinsam in einem Satz mit dem Wort Vertrauenswürdig zu nennen.

Bei der Telekom spitzt sich der Abhörskandal weiter zu. Inzwischen ist bei der Spitzelaffähre schon von abgehörten Gesprächen die Rede. Vom Innenministerium will ich gar nicht erst anfangen. Die Stichworte Bundestrojaner und Vorratsdatenspeicherung reichen. Da haben sich jedenfalls genau die Richtigen gefunden, um der Allgemeinheit etwas „Vertrauenswürdiges“ anzubieten. Da gerate ich geradezu in einen inneren Konflikt, wem der Beiden ich weniger vertraue. Wer da wohl im Innenministerium demnächst einen ordentlichen Beraterscheck von der Telekom einlösen gehen kann?

Im übrigen wird man wohl nicht auf bestehende Signaturlösungen setzen, sondern man denkt sich da wieder was ganz neues aus. Kompatibel zum Standard OSCI, den bereits diverse kommunale Behörden einsetzen, ist das ebensowenig, wie zum „elektronischen Gerichts- und Verwaltungspostfach“. Von GnuPG/PGP kompatiblen Signaturlösungen will ich gar nicht erst anfangen. Währ vermutlich zu billig. Später soll das ganze dann noch ausgebaut werden, so das man seine Korrospondenz mit seinem elektronischen Personalausweis signieren kann. Wie das technisch genau aussehen soll, steht aber noch nicht fest, oder ist zumindestens noch nicht veröffentlicht.

[anfy]

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Datenraubrittertum bei der Telekom

Was für Daten ein Internetprovider speichern darf und welche nicht, das ist eigentlich klar geregelt. Speichern darf der Internetprovider nämlich Rechungsrelevante Daten. Jene, die nicht für die Rechnungslegung relevant sind, dürften eigentlich gar nicht erhoben, oder müssten sofort gelöscht werden. Die Telekom sieht da wieder einmal einiges anders. Die gab nämlich Daten eines Kunden an die Staatswanwaltschaft Freiburg weiter. Der Telekomkunde soll Hörbuch illegal heruntergeladen haben. Die Telekom hebt schon lange Verbindungsdaten auf, die bei einer Flatrate eigentlich nicht gespeichert werden dürfen. Nun wirds jedoch dreist. In dem Auskunftsschreiben heißt es in einer Fußnote wörtlich:

„Bei den gelieferten Daten handelt es sich nicht um Verbindungsdaten, sondern um Daten des Fernmelderechnungsdienstes.“

Die Telekom speichert also Verbindungsdaten, weist diese fadenscheinig als Rechnungsdaten aus und speichert fröhlich weiter. Wie heise schreibt, wird die rechtswidrige Praxis von einigen Datenschutzbeauftragten gedultet. Vermutlich, wei diese wissen, dass sie ohnehin keine Handhabe haben. Die Telekom ist wirklich ein mustergültiges Beispiel dafür, dass Konzerne in Deutschland machen können, was sie wollen und sich einen Dreck um den Datenschutz ihrer Kunden scheren.

[anfy]

Jetzt nicht mehr anonym telefonieren

Bis vor kurzem gab es, wie hier auch schon berichtet, die Möglichkeit über Simonym.com anonyme SIM-Karten zu bekommen. Damit ist jetzt schluss, denn T-Mobile hat die Keule ausgepackt und Simonym.com abgemahnt.

… durch die Veräußerung “anonymer SIM-Karten” missbräuchliches Verhalten, von belästigenden Telefonanrufen bis hin zur Vorbereitung terroristischer Handlungen, gefördert wird, wenn die Nutzer der SIM-Karten “anonym” bleiben.

Ein Unternehmen der Telekom, die selbst durch Spitzelei unangenehm aufgefallen sind, macht also Schluss mit einem Service, der das Spitzeln unterbinden könnte. Die Begründung klingt vorgeschoben, denn seit wann fühlt sich der Telekomkonzern dazu berufen belästigende Anrufe abzuschaffen oder Terroranschläge zu verhindern? Stände es einem Kummunikationsunternehmen nicht viel besser zu Gesicht, sich für die freiheitliche Kommunikation einzusetzen?

Simonym.com beziffert die zu erwartenden Kosten für einen Prozess auf 8.000 Euro und bittet um Spenden für den Prozess.

Der Streitwert wurde von der „T-Mobile Deutschland GmbH“ mit 50.000 Euro beziffert, dadurch liegen die Anwaltskosten bei ca. 3.200 Euro, und nochmals 3.200 Euro für die Gegenseite sowie Gerichtskosten von 1.400 Euro. Also Rund 8.000 Euro wenn wir komplett verlieren (erste Instanz). Wir haben leider nicht die finanziellen Mittel die dafür nötig wären. So geht wieder ein Stück Anonymität verloren.

Unsere Überzeugung war immer, dem Bürger ein wenig Anonymität geben zu dürfen. Damit diese auch bezahlbar blieb, haben wir immer hart an der Grenze zu unseren Selbstkosten gewirtschaftet. Daher können wir aktuell leider nicht einmal die unten genannte Kostennote der Abmahnung bezahlen. Daher bitten wir Sie, unsere bisherigen Kunden, sowie Menschen die uns gerne unterstützen möchten um eine kleine Spende.

Ich hoffe die Telekom bzw. T-Mobile kommt mit so einem Verhalten nicht durch.

[anfy]

Journalistenverband spricht sich gegen die Vorratsdatenspeicherung aus

wird auch allmählich Zeit. Eigentlich sollten die Journalisten den Aufstand proben, stellt die Vorratsdatenspeicherung (VDS) doch ein Risiko für ihren gesamten Berufszweig dar, währe zu mindestens erst einmal anzunehmen. Eventuell ist es aber eh so, dass die Arbeit eines Journalisten darin besteht, die Pressetexte unkritisch umzuformulieren, um sie anschließend dem gemeinen Volk zu präsentieren. Einige wenige Ausnahmen mag es geben. Es scheinen aber so wenige zu sein, dass das für eine ernsthafte Gegenwehr nicht langt.

Das die Telekom ihre Manager und Journalisten bespitzelt hat, um herauszufinden, wie Informationen an die Presse gelangt sind, zeigt hervorragend auf, wie sicher die VDS vor Mißbrauch geschützt ist. Solche praktiken und eine große Menge von Daten in den Händen eines Konzerns lässt übles hoffen. Wie der Journalistenverband nun auch endlich festgestellt hat, sind die Behörden nicht in der Lage, den Schutz der gesammelten Daten
zu gewährleisten. Pressefreiheit ist jedoch vom Datenschutz abhängig.

Liebe Journalisten, werte Verlagshäuser – dann macht Eure Lobby doch endlich mal dafür Stark, gegen die Vorratsdatenspeicherung vorzugehen. Ihr schafft es doch sonst auch Eure Interessen in der Politik zu vertreten.

[anfy]

Wer erwartet was anderes von der Telekom?

Telekom bespitzelte Manager und Aufsichtsräte | tagesschau.de

Hatten wir doch schon lange nicht mehr… Das Thema Überwachung durch private Unternehmen… private Unternehmen? 14% sagt wikipedia sollen ja noch uns allen gehören… ist also sogar son bisschen staatliche Überwachung..
Leute, ich kann das Thema schon nicht mehr hören und verfrachte die Telekom in meine private No Buy Area!