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Vorratsdatenspeicherung, Macht, Geld, Terror

Dummheit ist ein demokratisches Grundrecht, das in unserem Land viel genutzt wird. Anders kann man die Abnickerei der Vorratsdatenspeicherung wohl kaum erklären. „Man hat ja nichts zu verbergen“. Nunja, es ist ja auch sehr einfach dabei wegzuschauen. Weil sie findet ja im Verborgenem statt und sie bringt uns allen mehr Sicherheit. Sicherheit vor Terror (lat. terror, von terror,terroris – Schrecken) und Schrecken? Das ist eine Emotion, nämlich Angst. Aber geht es in Wirklichkeit nicht um etwas ganz anderes? Ich glaube es geht nur um arm und reich, eigentlich um die Absicherung der Reichen vor den Armen. Weil wenn die Reichen etwas abgeben würden, wären sie ja nicht mehr so reich und die Armen nicht mehr so reich. Verlust von Reichtum ist in unserer Gesellschaft mit dem Verlust von Macht gleichzusetzen.
Unser Geld oder auch unsere Macht wird über Arbeit im Land verteilt. Wer einen guten Job hat bekommt mehr, andere weniger. Was ein guter Job ist, ist in umserem Wertesystem klar definiert. Produktivität ist da nicht gefragt. Führung und Leitung – so etwas gilt als guter Job. Na klar – Eine Führungsposition beinhaltet ja schon Macht.
Macht hat also die Eigenschaft mehr Macht zu schaffen. Macht schafft Geld schafft Macht.
Das führt zu Begehrlichkeiten bei den Menschen die diese Macht nicht innehaben. Die Geschichte zeigt, dass diese Begehrlichkeiten mehr und mehr Anwachsen. Und mit ihnen wächst die Unzufriedenheit und die Bereitschaft dagegen anzukämpfen. Diese Bereitschaft dagegen anzukämpfen versetzt die Machtinhaber – wenn sie denn stark genug ist – in Angst und Schrecken. Und Schrecken? Schrecken ist Terror – das haben wir im Lateinischen gelernt.
Und vor diesen Terror wollen uns die Machtinhaber wohl wirklich schützen. Das sagen sie nur nicht so. Weil es würde eh keiner verstehen.

[Treibholz]

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Das Googlemonster

Wieso ist Google eigentlich ein Monster?

Weil es alles frißt was es bekommt und kein Mensch vermag zu sagen, was damit passiert.

Aber wenn etwas gefressen ist, dann ist es doch weg?

Ist deine morgendliche Stulle etwa weg, nur weil Du sie gegessen hast? Nein, sie verändert nur Aussehen, Form und Geruch und kommt wieder – kannste drauf wetten.

Das ist mir zu abgefahren, was willst Du?

Na Dir sagen, das Google ganz toll ist um über deine Mitmenschen was zu erfahren, aber Deine Mitmenschen wissen das auch, und können es auch genauso nutzen. Du bist also dank Google nicht der einzige allwissende.

Was soll denn Google schon über mich wissen?

Google gibt dir ein Cookie – und obendrein gibt dir Google noch viele Gründe Dich dort anzumelden (Also dem Cookie einen Namen und eine Mailadresse zu geben)
Stell bei Deinem Browser mal ein, er soll jedes mal nachfragen, wenn eine Webseite dir ein Cookie schenken möchte. Dann wirst Du nämlich sofort ganz massiv genervt.

Cookie, Mail, Na und ?

Das Cookie fragt Google beim nächsten Besuch wieder ab, daran erkennt es Dich wieder! – Du hast nämlich ne Nummer bei Google. Jetzt kann Google nämlich ne Liste machen von Dingen die Dich Interessieren (wonach Du suchst). Jetzt wirds nämlich lustig: Jetzt fängt Google nämlich an mehr zu wissen als Du selbst… Wer erinnerst sich schon an die Recherchen von gestern? Guck mal:

Webprotokoll für abc@def.gh

26. Juni 2008
10:30
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Gesucht nach einen wichtigen Beitrag
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Gesucht nach PCinspector Data Recovery
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Gesucht nach Good Manufacturing Practices Should -different
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Gesucht nach Convert Celsius into Fahrenheit
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Gesucht nach offers custom trade tools
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Gesucht nach distance learning institution granting
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Gesucht nach Anzeigen weiterer Ergebnisse vonactivera
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Gesucht nach Houston wedding photographer specializin -promotional
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Gesucht nach wenigen einfachen Schritten
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Gesucht nach three part series -Waxes
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Gesucht nach BROWSER THAT SUPPORTS FRAMES
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Gesucht nach Betriebssyteme
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Gesucht nach From electronic ambience
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Gesucht nach Homepage english version
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Gesucht nach Gabriele Wohmanns neuem
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Gesucht nach Sony Creative Software
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Gesucht nach Pokemon fans around
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Gesucht nach „Bradley Compact Block Guard“
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Gesucht nach Communicating with Alien Civilizations
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Gesucht nach foods have been recalled
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Gesucht nach einfachen
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Gesucht nach digital cameras based
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Gesucht nach florida health insurance
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Gesucht nach Suche nach Webseiten
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Gesucht nach sterreicher essen gerne

Die vielen Anfragen hier stammen aus meinem Account, ich hab nur nen Browserplugin, was mehrmals in der Minute automatisch Google irgendwas suchen lässt. Deswegen steht bei mir jede Menge „Mist“ drinnen. Ich darf als Benutzer mein Google-Such-Protokoll übrigens einsehen. Der erste Eintrag, den ich darin entdecke ist vom 2. Mai 2006.

Hui, dann kann jemand der Zugriff auf die Google Server hat also nachgucken, was Du die letzten 2 Jahre Gesucht hast?

Nunja, nicht nur das – denn Google ist ja nicht nur ne Suchmaschine.. Google bietet viele VERDAMMT GUTE Gründe um sich bei ihnen zu registrieren. Onlinetools die richtig gut funktionieren und ihres gleichen suchen und scheinbar sogar kostenlos sind.

z.B.:

  • Subscribed Links : Eine Lesezeichen / Favoritenverwaltung
  • Alerts : Mailbenachrichtung für neue Suchergebnisse auf bestimmte hinterlegte Stichworte
  • Google Mail : Eine Vorzeige-Email Anwendung – Klasse im Browser, Zugriff per Pop oder Imap, nahezu unbegrenzter Speicher – Viele klasse Features
  • Groups : Ne Gruppenverwaltung / Mailingliste
  • Igoogle : Die persönliche Nachrichtenseite
  • Kalender : Onlineterminverwaltung
  • Notebook : Onlinenotizzettel
  • Page Creator : Homepage Dienst mit Layoutfunktionen
  • Picasa Webalben : Online Fotodienst
  • Reader : RSS Feedverwaltung
  • Talk : Jabber (Chat / Instant Messaging)
  • Office : Tabellenkalkulation, Textverarbeitung und Präsentationen
  • Youtube : Videodienst
  • Maps : Stadtplan mit Kartenansicht und Satellitenfotos
  • Earth : Stadtplan in 3D Ansicht mit Satelittenfotos
  • Cache : Archivierte Webseiten
  • Orkut : Freundeportal
  • und ständig kommen neue Dienste hinzu…

Alle Dienste haben ein gemeinsames Killerfeature: Sie sind von nahezu jedem Rechner der Zugang zum Internet hat nutzbar, müssen nicht synchronisiert werden um überall dieselben Informationen anzuzeigen, sind scheinbar kostenlos, zuverlässig verfügbar.
Und.. jeder Dienst hat ein verdammt gutes Gedächtnis, das scheinbar unerschöpflich ist.
Google erfährt also automatisch was uns interessiert und unsere persönlichen Vorlieben in jeder Beziehung (Subscribed Links, Alerts, Igoogle, Notebook, Reader, Youtube) lernt unsere Freunde kennen (Google Mail, Groups, Talk, Youtube, Orkut) , kann unsere Kommunikation untereinander mitlesen (Google Mail, Groups, Talk, Orkut), kennt unsere Arbeit (Office, Google Mail, Kalender), weiß wo wir wohnen und wohin wir reisen (Maps, Earth) und zu guter letzt archiviert es Dinge für unbestimmte Zeit, die wir schon lange versucht haben zu löschen (Cache). Diese Maßnahmen nennt man Profiling. Es werden Profile angelegt.

Was sind denn Profile?

Profile sind jede Menge Daten die miteinander verknüpft werden. So kann man aus o.g. Daten – wenn man sie verbindet versuchen sie mit Charaktereigenschaften eines Menschen zu Verbinden. Also quasi einen Menschen auf das reduzieren, was er im Internet beabsichtigt oder unbeabsichtigt über sich Preis gibt. Genau in diesem Satz liegt das Problem: Es kann zu massiven Fehlinterpretationen kommen, dadurch dass die Informationen nur über das Internet ermittelt werden, das sie heimlich erhoben werden, dass sie mit einer Person verknüpft werden, obwohl deren Identität garnicht sichergestellt ist (wer auch immer grade den Rechner benutzt, von dem Google glaubt Du wärst es. (oder auch, wer auch immer grade Dein Cookie verwendet, oder Dein schwaches und leicht zu erratendes Passwort benutzt)) . Das Ergebnis des Profiling kann bestenfalls als verzerrtes Bild der Realität betrachtet werden. Aber trotzdem neigt es dazu von manch einem Ernst genommen zu werden. Somit neigen Profile auch dazu sie für Dinge wie Rasterfahandungen zu verwenden.

Und der Cache?

Der Cache ist eine tolle Erfindung.. Ein „einfacher Zwischenspeicher“ der ursprünglich dafür sorgte bestimmte Vorgänge zu beschleunigen zeigt sich unter Googles Fingern als einfaches Werkzeug um auf Seiten zurückzugreifen, die entweder grade nicht erreichbar sind, oder auch die garnicht mehr existieren. Oups? Google speichert Seiten, die es vollautomatisch besucht hat nämlich genauso vollautomatisch ab (zum daraus die Stichworte zu generieren für die Suchfunktion). Diese Seiten sind abrufbar – und keiner kann so genau sagen wie lange.. Hoffen wir mal, das keiner Mist über Dich schreibt! Google findet es garantiert. Und wenn Google es kann, dann kann es auch Dein eventuell zukünftiger Chef!

Aber Warum ist Google ein Monster, ich verstehs immer noch nicht?

Na jetzt liegt es doch schon auf der Hand. Jeder Datenschützer sagt: Die sichersten Daten sind jene, die nie erhoben worden. Und Google macht genau das. Es verführt Dich dazu es zu benutzen, Dir zu dienen, Google will Dir ein falscher Freund sein. In der christlichen Kirche würde man Google als den Teufel bezeichnen, der Dir soviel anbietet und doch nur seinen eigenen Nutzen daraus ziehen will.

Aber wer kann denn auf die ganzen Daten zugreifen?

Na auf jeden Fall der Larry , seine Freunde und wahrscheinlich jeder andere Mitarbeiter seiner Aktiengesellschaft. Desweiteren natürlich all die findigen Köpfe die Sicherheitslücken entdecken die es immer zu Genüge gibt (siehe auch Thema: Datenpan
nen in diesem Blog)
und jeder der mal 2 Minuten unbeobachtet an Deinem Rechner sitzt (usb-stick rein, cookie schnappen, Usbstick raus). Desweiteren ein nicht defnierbarer Personenkreis, der von den Übeltätern dieser Gesellschaft und deren Handlangern dazu ermächtigt wird. (Siehe Themen: Schäuble, Vorratsdatenspeicherung, Bundestrojaner, BKA-Gesetz).
Eigentlich macht Google alles, was sich unsere sogenannten Terroristenjäger so wünschen und mühsam legalisieren wollen. Deswegen ist Google ein Monster!

Welche Möglichkeiten der Monsterabwehr gibt es?

Das Googlemonster läßt sich eigentlich leicht abwehren. Benutze keine Dienste, die Google anbietet. Verwende alternativen. Am besten Programme, die auch ohne das Internet funktionieren. Wenn das nicht geht – Lege Dir keinen Account mit hinterlegter Mailadresse bei Google zu. – Viele Dienste bleiben da leider nicht mehr übrig. Ausserdem: Lösche konsequent Deine Cookies von Google oder lasse diese garnicht erst zu. Vermeide die Nutzung von Javascript in Deinem Browser. Vermeide Flashfilmchen (Youtube).
Es gibt ein paar kleine Tools, die Dich dabei unterstützen können:

Plugins f. Firefox: TrackMeNot, Cookiesafe, NoScript, Flashblock, Adblockplus
Ausserdem: Privoxy, Tor, Vidalia

Was ist das Problem mit Flashfilmchen?

Das eigentliche Problem sind nicht die Filmchen, sondern der Luxus diese gleich im Browser gucken zu können. Das ist nur dadurch möglich, das ein kleines Programm gestartet wird (nämlich Flash) um die Filme zu streamen. Dieses Programm speichert sein ganz privates Cookie ab, jenseits der Kontrolle des Browsers. Also ein Cookie, das nicht einfach verhindert oder gelöscht werden kann. An diesem Cookie kann eine Webseite Dich auch wiedererkennen. Flash findet sich mittlerweile in vielen Bereichen. Die Videoportale, Homepages (die die videos aus den Portalen einbinden) Aber auch in der Werbung.. Die ganzen zappelnden Banner auf Webseiten werden nach und nach ausgetauscht und sind immer seltener harmlose animierte GIF-Bilder.

Überall kann ein kleines Googlemonster sein!

Google ist ein Monster, das haben wir jetzt gelernt. Ein Monster, das sich von den Daten die wir ihm schenken ernährt. Doch leider weiss niemand unter welchem Namen es auftritt. Welche Website wird als nächstes von Google übernommen oder welche Webseite hat ähnliches Potential?
Die Monster haben viele Namen.. Stayfriends, StudiVZ, Facebook, Myspace, ICQ, Skype, einfach alle Webdienste die vieles von Dir wissen wollen, oder in Deine Internetaktivitäten regelmäßig eingebunden werden haben das Potential ein Profil von Dir aufzubauen, über das Du keine Kontrolle hast. Sei sparsam mit den Daten, die Du über Dich oder andere preisgibst. Der Einfluss den Du in Zukunft darauf haben wirst ist gering. Er wird Dinge über Dich aussagen die schlichtweg gelogen sind, aber jeder glaubt es, weil es ja im Internet steht. Und wenn es nur interessant genug ist, legt man vielleicht auch eines Tages einen Artikel in der Wikipedia über Dich an und verweisst auf Deine Spuren im Netz als Beweise gegen Dich.

Na dann.. Schönen Gruß von Treibholz

Journalistenverband spricht sich gegen die Vorratsdatenspeicherung aus

wird auch allmählich Zeit. Eigentlich sollten die Journalisten den Aufstand proben, stellt die Vorratsdatenspeicherung (VDS) doch ein Risiko für ihren gesamten Berufszweig dar, währe zu mindestens erst einmal anzunehmen. Eventuell ist es aber eh so, dass die Arbeit eines Journalisten darin besteht, die Pressetexte unkritisch umzuformulieren, um sie anschließend dem gemeinen Volk zu präsentieren. Einige wenige Ausnahmen mag es geben. Es scheinen aber so wenige zu sein, dass das für eine ernsthafte Gegenwehr nicht langt.

Das die Telekom ihre Manager und Journalisten bespitzelt hat, um herauszufinden, wie Informationen an die Presse gelangt sind, zeigt hervorragend auf, wie sicher die VDS vor Mißbrauch geschützt ist. Solche praktiken und eine große Menge von Daten in den Händen eines Konzerns lässt übles hoffen. Wie der Journalistenverband nun auch endlich festgestellt hat, sind die Behörden nicht in der Lage, den Schutz der gesammelten Daten
zu gewährleisten. Pressefreiheit ist jedoch vom Datenschutz abhängig.

Liebe Journalisten, werte Verlagshäuser – dann macht Eure Lobby doch endlich mal dafür Stark, gegen die Vorratsdatenspeicherung vorzugehen. Ihr schafft es doch sonst auch Eure Interessen in der Politik zu vertreten.

[anfy]

Ein paar Gedanken über Wachung..

ich lese grad ein Interview im neuen Deutschland, – „Überwachung wie bei Big Brother“

Da haben die in ner normalen Burger King Filiale (ja, wir haben schonmal davon gehört: Thema Betriebsrat) Überall Kameras installiert… Gästebereich, Geschäftsräume.. Wie krank muss ein Geist sein, der sich sowas ausdenkt?

Nun, man ließt sowas ja irgendwie immer häufiger in den letzten Jahren… die berühmte Vorratsdatenspeicherung oder Onlinedurchsuchung sind da klare Buzzwörter.. In England ist es weitestgehend normal mit Kameras den öffentlichen Raum zu überwachen, Bahnhöfe, Hinterhöfe – ja neulich war ich einen Freund besuchen und entdeckte auf dem Hinterhof ein Schild „Der Bereich der Mülltonnen wird aus hygienischen Gründen Videoüberwacht“ – Ja wie krank ist das denn !?!?!?!?!?
Auch sieht man in den letzten Jahren in den Städten überall private Wachdienste, die Sicherheit suggerieren sollen. Oft sehen diese „Hansels“ (sorry!) aus, als ob man sie umhusten kann… nebenbei natürlich seriös und unendlich wichtig.

Ehrlichgesagt… ich kann das die Silbe wach schon langsam nicht mehr hören.. Wieso muss denn immer irgendwer wach sein, oder wachen? Dieses Wort steht doch im klaren Gegensatz zum schlafen, relaxen, entspannen… Oder ist heutzutage die Voraussetzung dafür schlafen, relaxen, entspannen zu können, dass jemand anderes wacht? Früher wachte doch noch der Herrgott über uns.. Aber ach ja … christliche Religion ist out.. (Sie habens sich selbst zuzuschreiben, die grossen Kirchen).

Hey – auf einer Überwachungsstation im Krankenhaus – da macht es Sinn, dass jemand wach bleibt und um jemanden kümmert, der es grad selbst nicht kann.. Auch wachsen ist für mich nicht negativ belastet. Aber sonst?

Überwachung hat immer etwas geheimnisvolles, heimliches, verborgenes.. Sie funktioniert nur dann wirklich. Wird Überwachung vom Überwachten wahrgenommen, wird dieser mit Sicherheit reflektorisch sein Verhalten ändern. Die persönliche Entfaltung wird eingeschränkt, wenn nicht sogar behindert. Ein entdeckter Überwacher bekommt jedoch – so er denn nicht direkt mit dem Überwachten konfrontiert wird – nur noch eine Maske zu sehen. Eine konstruierte Scheinwelt, die nur noch falsche und verzerrte Realitätseindrücke zulässt.

Bleibt die Frage: Wenn durch Überwachung eine Verhaltensänderung herbeiführbar ist,
ist offensichtliche Überwachung dann eine Erziehungsmaßnahme?

Wenn sie so gedacht ist, dann ist der einzige zulässige logische Schluss daraus, dass das Endziel eine totale Überwachung sein muss. Man muss nur ein Kind beobachten, das exakt den Moment abwartet, in dem es sich unbeobachtet fühlt um etwas zu machen, von dem es weiß, dass es das eigentlich nicht darf. Wenn man dem Kind die Freiheit nimmt, sich unbeobachtet zu fühlen – wird es früher oder später die direkte Konfrontation suchen. Dieses kindliche verhalten sollte uns als Vorbild dienen.. Doch die meisten von uns resignieren und sind handlungsunfähig. Wo haben wir das gelernt? Kommt es durch die Angst vor dem Terror? Durch das, was uns die Massenmedien tagtäglich vorsingen? „Hab Angst, die Welt ist böse“ !?

Warum habe ich keine Angst vor Terror?

Tut mir leid, ich muss Euch enttäuschen – auch ich habe Angst vor Terror! Der Terror, vor dem ich Angst habe heißt Überwachungsstaat und die Terrorristen sind eine handvoll inkompetente „Was sind jetzt nochmal Browser?“ Politiker, die diesen mit Händen und Füßen durchkriegen wollen… Natürlich durch den berühmten europäischen Umweg. So war es auch mit der Vorratsdatenspeicherung. Und was soll ich Euch sagen? Es nützt mir nichts die Fingerabdrücke dieser Terroristen in großen Datenbanken zu verknüpfen. Weil sie sind ja von uns dazu legitimiert worden zu machen, was sie wollen. Das heißt, wir alle geben diesen Terroristen alle 4 Jahre den Auftrag uns zu terrorisieren! Und das machen sie doch mit bavur! Scheiß was auf Anfänger wie Osama bin Laden! Wir haben was viel besseres! Organisierte, legitimierte Terroroganisationen.. Und wir brauchen auch keinen einzigen Moslem dafür! Und sie haben einen Namen: Große Koalition!

[Treibholz]

Aufruf zu bundesweiten Aktionen für die Grundrechte am 31. Mai 2008

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Vorratsdatenspeicherung.de: Freiheit statt Angst 2008

Bürgerrechtler rufen für Samstag, den 31. Mai 2008 in
vielen Städten zur Teilnahme am bundesweiten Aktionstag gegen die ausufernde
Überwachung durch Wirtschaft und Staat auf. Im ganzen Land werden
besorgte Bürgerinnen unter dem Motto „Freiheit statt Angst – Für die Grundrechte“ auf die Straße gehen.