Monatsarchiv: Mai 2008

CDU: Telefon-Daten müssen sicher sein, Vorratsdatenspeicherung notwendig

Der Unions-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Bosbach ist doch tatsächlich der Meinung, dass man die Vorratsdatenspeicherung einfach nur sicher gestalten müsse. Dann kann es auch nicht zu einen Missbrauch komm.

Da fragt man sich doch mal wieder, aus welchem Universum die CDU-Mitglieder eigentlich kommen. Es ist Fakt, dass keinerlei erhobene Daten gegen unbefugten Zugriff sicher sind. Dafür gibt es zu viele Faktoren und vor allem Personen, die auf die Datenbestände einen, wie auch immer geregelten Zugriff haben. Als Anmerkung am Rande, neu Entwickelte Systeme sind NIE fehlerfrei!

Außerdem stellt sich mir die Frage, was der Herr Bosbach unter Missbrauch versteht, den er durch Absicherungen verhindert wissen will. Über kurz oder Lang wird natürlich wegen jedes Kleindeliktes ein Zugriff auf die Datenbestände der VDS erfolgen. Wenn Datenberge bestehen, werden begehrlichkeiten geweckt und auch schnell über geltendes Recht hinaus hantiert. Bestes Beispiel der letzten Tage stellt der Zugriff auf das Bankkonto einer Harz IV-Empfängerin dar, ohne das die Erfordernisse dafür vorlagen. Das dieses Gebahren öffentlich wird ist zwar unbequem, aber Strafen gibt es für derlerlei Verstöße seitens der Staatsorgane nicht. Wenn wieder mal etwas aufgeflogen ist ein wenig reue heucheln und nach ein paar Wochen ist wieder alles vergessen und es kann weiter gehen wie zuvor. Wie will der Herr Bosbach solch einem Missbrauch entgegen wirken?

Lieber Herr Bosbach, kleiner Tip am Rande – die sichersten Daten sind die, die nicht erhoben werden!

via heise

[anfy]

Journalistenverband spricht sich gegen die Vorratsdatenspeicherung aus

wird auch allmählich Zeit. Eigentlich sollten die Journalisten den Aufstand proben, stellt die Vorratsdatenspeicherung (VDS) doch ein Risiko für ihren gesamten Berufszweig dar, währe zu mindestens erst einmal anzunehmen. Eventuell ist es aber eh so, dass die Arbeit eines Journalisten darin besteht, die Pressetexte unkritisch umzuformulieren, um sie anschließend dem gemeinen Volk zu präsentieren. Einige wenige Ausnahmen mag es geben. Es scheinen aber so wenige zu sein, dass das für eine ernsthafte Gegenwehr nicht langt.

Das die Telekom ihre Manager und Journalisten bespitzelt hat, um herauszufinden, wie Informationen an die Presse gelangt sind, zeigt hervorragend auf, wie sicher die VDS vor Mißbrauch geschützt ist. Solche praktiken und eine große Menge von Daten in den Händen eines Konzerns lässt übles hoffen. Wie der Journalistenverband nun auch endlich festgestellt hat, sind die Behörden nicht in der Lage, den Schutz der gesammelten Daten
zu gewährleisten. Pressefreiheit ist jedoch vom Datenschutz abhängig.

Liebe Journalisten, werte Verlagshäuser – dann macht Eure Lobby doch endlich mal dafür Stark, gegen die Vorratsdatenspeicherung vorzugehen. Ihr schafft es doch sonst auch Eure Interessen in der Politik zu vertreten.

[anfy]

Angaben von 44.000 Studis im Netz gelandet

Und wieder Daten verloren gegangen. Diesmal verliert die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg 44.000 personengebundene Daten ihrer (auch ehemaligen) Studenten. Die Daten standen für kurze Zeit frei im Netz.

Mehr infos unter gulli.com

[anfy]

DRM Enteignung

Lange Zeit hat sich die Unterhaltungscontent-Industrie gewundert, warum der DRM-Beschränkten Mist nicht weg geht, wie warme Semmeln und viele in der Vergangenheit lieber illegale downloads bevorzugten. Was technisch versierte schon vorher wussten, merkt nun auch der normale Kunde. Wird der DRM-Server abgeschaltet, kann die Musik oder der Film über kurz oder lang nicht mehr wiedergegeben werden. So nun schon mehrfach geschehen:

Film-Download-Portal in2movies ist am Ende
Microsoft schaltet DRM-Server ab

Gekaufte Musik oder Filme nicht mehr abspielen zu können, weil der Verkäufer seine Serverstruktur nicht mehr zur Verfügung stellen kann oder will kommt in diesem Fall einer Enteignung gleich. Vielleicht kapieren die endlich mal alle, dass DRM zum Verkaufen nix taugt! Den leuten ist euer beklopptes Uhrheberrecht egal, weil es in digitalem Zeitalter obsolet geworden ist. Da nutzt es auch nix, den größten Teil der Bevölkerung durch Urheberrechtsnovellen zu kiminalisieren.

Übrigens, lieber Staat, solltet ihr eure Aufgabe besser so verstehen, bestehende Moral und Praxis durch geltendes Recht zu stärken und nicht immer nur dem größten Geldtopf hinterherzuhecheln.

[anfy]

Wer erwartet was anderes von der Telekom?

Telekom bespitzelte Manager und Aufsichtsräte | tagesschau.de

Hatten wir doch schon lange nicht mehr… Das Thema Überwachung durch private Unternehmen… private Unternehmen? 14% sagt wikipedia sollen ja noch uns allen gehören… ist also sogar son bisschen staatliche Überwachung..
Leute, ich kann das Thema schon nicht mehr hören und verfrachte die Telekom in meine private No Buy Area!

Sagmal CDU, ist dir das nicht peinlich?

Gottfried Ludewig

Also sprach Ludewig: „Diejenigen, die den deutschen Wohlfahrtsstaat finanzieren und
stützen, müssen in diesem Land wieder mehr Einfluss bekommen. Die Lösung
könnte ein doppeltes Wahl- und Stimmrecht sein.“ Allein mit „Hartz
IV-Beziehern und Rentnern“ könne der soziale Ausgleich in Deutschland nicht
funktionieren.

Ich sag mal.. klar… von woanders, als aus den Reihen der Christlichen Demokratischen Union hätte ich so eine Äußerung nicht erwartet. Ich meine… Recht hat er doch, oder?

hier gefunden

Da unsere Arbeitslosen also offensichtlich langsam zum Abschuss freigegeben werden gibt es auch schon erste Gegenmaßnahmen…

Begleitschutz für Amtsbesuche

rbb gibt Radiomultikulti und Polylux auf

Und wieder ein Stück weniger kritischer Journalismus in den konventionellen Medien.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) stellt zum Jahresende seine Hörfunkwelle
Radiomultikulti ein. Intendantin Dagmar Reim gab am Mittwoch zur Begründung massive Sparzwänge an.

Die Entscheidung sei ein schmerzlicher Einschnitt in die Programmvielfalt. Leider könnten nicht alle sieben Radioprogramme erhalten werden. Für die Hörer werde es aber weiter ein vielsprachiges Programm geben. Ab dem 1. Januar 2009 soll auf derselben Frequenz das multikulturelle Programm „Funkhaus Europa“ des WDR ausgestrahlt werden. Gesendet wird ein 24-stündiges Programm in Deutsch und 17 weiteren Sprachen. Radiomultikulti besteht seit 1994.

Der rbb stellt zudem am Jahresende das Fernsehmagazin „POLYLUX“ ein. Es wird 30mal jährlich donnerstags im Ersten ausgestrahlt. In der kommenden Gebührenperiode fehlen dem rbb voraussichtlich 54 Millionen Euro.

Dann produziert man von den GEZ-Gebühren wohl doch lieber Marienhof (ARD) anstelle von Berichterstattung ala Polylux. Ich finde hier sollte doch mal an der Umverteilung der Gebühren gearbeitet werden. Vielleicht anstelle einer pauschalen Zuweisung die Öffentliche Rechtlichen in die Pflicht nehmen und die Gelder Programminhaltgebunden verteilen. Also für Unterhaltungssendungen gibt es weniger und für Berichterstattung mehr aus dem Gebührenpool.

[via http://www.rbb-online.de]

[anfy]

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